Die mögliche Zukunft der Dialyse und 4,7 Mrd. Liter Trinkwasser

Seit Jahrzehnten hat sich am Prinzip der Hämodialyse nichts geändert.

 

Wenn wir nur an den Trinkwasserverbrauch denken: 950 Liter pro Woche pro Hämodialysepatient.

Macht im Jahr für ca. 95.000 Hämodialysepatienten ca. 4,7 Milliarden Liter (oder 47 Mio. Hektoliter) Trinkwasserverbrauch. 

Nur in Deutschland! Nur für ein Jahr! Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Niere beträgt mittlerweile ca. 9 Jahre. In Deutschland. In Spanien z.B. beträgt die Wartezeit < 1 Jahr. Noch Fragen? 

Dazu die sonstigen Abfallstoffe.

 

In Zeiten des Klimawandels und der anzustrebenden Nachhaltigkeit sollte vielleicht der o.g. Trinkwasserverbrauch den Politikern zu denken geben, die wenig oder kein ernsthaftes Interesse daran haben, die Zahl der Organspender zu erhöhen, z.B. durch die Einführung der Widerspruchsregelung.

Jetzt aber zur möglichen Zukunft der Hämodialyse (und auch der Bauchfelldialyse).

Kaffee und Information gefällig?

OK, von Kaffee haben Sie eine konkrete Vorstellung, aber „Information“? Worüber? Über die durchschnittliche Wohn-Entfernung eines jeden Norwegers zur Küste? (27 km)

Nein, es geht um Nierenkrankheiten, Dialyse(Patienten) und Nierentransplantationen.

Und last, but not least: Christian Wolfes wird wieder etwas nierenfreundliches und coolinarisches zum Lecker-Bleiben zaubern.

Lesen Sie selbst!

 

Kirsten Kappert-Gonther zur Organspende – Faktencheck –

Manchmal gehen selbst wir über Frisuren hinweg und machen einen Faktenheck zu dem, was die stellv. Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zum Thema Organspende so alles sagt und meint. Oder was sie nicht sagt. Lesen Sie selbst.

Menschen wollen intensivere Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben

Dies hat die in diesem Artikel beschriebene Studie festgestellt.

 

Wir wünschen uns dies auch, weil wir immer wieder feststellen, dass sich zu wenig Menschen auch mit ihrem möglichen Hirntod und somit mit einer damit verbundenen möglichen Organspende auseinandersetzen, sodass durch Nicht-Wissen/ fehlende Auseinandersetzung mit dem (Hirn)Tod unnötig viele Patienten auf der Warteliste versterben. 

Kirsten Kappert-Gonther zum Thema Organspende und ihren Haaren

Im heutigen Mittagsmagazin wurde ein Beitrag über die mangelhafte Versorgung/ Therapie/ Gesetzgebung zum Thema Organspende gesendet. Unsere Mitstreiterin für die Einführung der WSR Zazie Knepper wurde interviewt und unterstreicht die Notwendigkeit einer gesetzlichen Änderung (ab Minute 25:17).

 
Im weiteren Verlauf des Beitrages bezieht die stellv. Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages, Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), dazu Stellung. Meine persönliche Wahrnehmung, da mache ich keinen Hehl draus, ist: Sie lächelt kühl die fast 1.000 Toten jährlich (die auf der Warteliste versterben) und die unzähligen weiteren Patienten, die aufgrund der jahrelangen Wartezeit=Dialysezeit intransplantabel werden, schlicht weg und glaubt augenscheinlich tatsächlich, dass der „Rohrkrepierer“ Organspenderegister irgendetwas verbessern würde. ICH empfinde ihr ganzes Verhalten und ihre Argumentation als Nackenschlag, unempathisch (höflich ausgedrückt) uns und unseren Angehörigen gegenüber, auch wenn einige von uns zum Glück bereits transplantiert sind. 
 
Leider hat es die Moderatorin versäumt, Frau KKG auf den Beschluss der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen pro Einführung der WSR hinzuweisen und ihren Standpunkt dazu zu erfragen.
Bitte bilden Sie sich selbst ein Urteil.
 
Was Frau Kappert-Gonther wirklich wichtig erscheint, sind ihre beiden Selfies von vor dem Interview im ZDF-Mittagsmagazin und danach.
 
Die Einen kämpfen um ihr Leben, die Anderen um ihre Haare.
Haben Sie noch Fragen zu ihrer Kompetenz und ihrer Ernsthaftigkeit?

„in höchstem Maße bedrückend“ Status quo bei der Organspende

Die Frankfurter Rundschau hat über den Jahreskongress der DSO berichtet. Lesenswert. 

Leider wird das Lesenswerte durch schlechte Nachrichten bestimmt.

NEU: Bundesverband Niere befürwortet nun doch Widerspruchsregelung

Anlässlich des DSO-Jahreskongresses in Frankfurt vom 3. bis 4. November 2022 hat sich der Bundesverband Niere (BN), vertreten durch den stellv. Vorsitzenden, Stefan Mroncz, klar für die Widerspruchsregelung ausgesprochen. Im Detail sagte er u.A: „Die Widerspruchsregelung ist ein wichtiger Baustein, um die Organspende in Deutschland voranzubringen. Die Entscheidung jedes Einzelnen wird angestoßen und die Patientenautonomie gestärkt. Wir dürfen die Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten nicht mit ihrem Schicksal alleine lassen.“ Zudem sei ein beherzter Strukturwandel zu forcieren, der neben der weiteren Optimierung der Prozesse insbesondere auch die Einführung der Widerspruchsregelung beinhaltet.

 

Dies ist insofern bemerkenswert, als der BN einen entsprechenden Antrag von uns auf der Bundesdelegiertenkonferenz 2020 mit großer Mehrheit abgelehnt hatte. Wir freuen uns über die Zustimmung des BN, auch wenn sie reichlich spät erfolgt. Besser spät als nie, sagte bereits Cato der Ältere (oder war es Kaiser Franz?).

 

Wir sind gespannt auf die nächste Ausgabe der Zeitschrift „Der Nierenpatient“* und das weitere Eintreten des BN pro WSR und wir meinen konkrete Taten/ politische Einflussnahmen und nicht nur Worte.

 

*also, ob z.B. die Aussage von Stefan Mroncz wiederholt wird…

DSO-Jahreskongress 2022 – Organspendezahlen sinken weiter

Vom 3. bis 4. November 2022 findet der DSO-Jahreskongress in Frankfurt statt.

Leider gibt es schon wieder schlechte Nachrichten für alle Wartepatienten.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der DSO anläßlich der Eröffnung des Kongresses.

Reaktionen auf unseren Offenen Brief vom 3.6.2022 an alle GesundheitsministerInnen

Am 4.6.2022 war der jährliche Tag der Organspende.

Wir haben in einem Offenen Brief an alle Gesundheitsminister in Deutschland auf die Missstände hingewiesen und einen konstruktiven Vorschlag gemacht.

 

Wir haben von den 17 angeschriebenen Ministern eine Antwort erhalten, die kam aus NRW und ging nicht auf unsere Kernforderungen eines Runden Tisches ein.

 

Wir haben Ende Juli nachgehakt und haben bisher (Stand 16.08.2022) die folgenden Antwort aus Baden-WürttembergRheinland Pfalz, Bayern, Sachsen-Anhalt und vom BMG erhalten.

Bei Eingang weiterer Antworten wird diese Seite aktuell gehalten.

 

BaWü:

„Sehr geehrte Frau Knepper,

 

als zuständiges Fachreferat hat Herr Minister Lucha uns beauftragt, Ihr Schreiben zum „Runden Tisch Organspende“ zu beantworten.

 

Im Jahr 2006 hat Baden-Württemberg das damalige Aktionsbündnis Organspende ins Leben gerufen. In diesem Gremium sind alle an der Organspende Beteiligten vertreten. Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft, die Transplantationszentren, die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), die Krankenkassen, die Rentenversicherung, die Ärzte- und Apothekerschaft, die kommunalen Landesverbände sowie die Patientenorganisationen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Organspende in Baden-Württemberg zu unterstützen. Die Geschäftsstelle des Bündnisses ist beim Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration angesiedelt. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite www.organspende-bw.de

 

Mit diesem Expertengremium werden aktuelle Themen und Gesetzesänderungen beraten genauso wie öffentlichkeitswirksame Aktionen geplant und durchgeführt werden. Das Bündnis Organspende hat sich für Baden-Württemberg bewährt. Bundesweit wird das Bündnis Organspende als beispielhaft wahrgenommen und hat auch einzelne Nachahmer gefunden.

 

Auch wenn das Konzept eines regionales Rates nicht eins zu eins auf die Bundesebene zu übertragen ist, halten wir einen „Runden Tisch Organspende auf Bundesebene“ im Rahmen bereits bestehender Maßnahmen für eine weitere Möglichkeit, die Organspende zu unterstützen.

 

Wie Sie unserer Pressemeldung zum Tag der Organspende entnehmen können, hat sich Herr Minister Lucha erst kürzlich gemeinsam mit der DSO Region Baden-Württemberg pro Widerspruchslösung positioniert. Herr Minister Lucha begrüßt die Entscheidung der Schweiz für die Widerspruchslösung als solidarischen Schulterschluss mit allen Patientinnen und Patienten, die dringend auf eine lebensverlängernde Organspende warten. Weiter hält er es für wichtig, die bundespolitische Debatte über die Einführung der Widerspruchslösung erneut anzustoßen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Name (Name der Redaktion bekannt)

 

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration

Baden-Württemberg

Referat 54 – Besondere Versorgungsbereiche, Ethik in der Medizin

Geschäftsstelle Bündnis Organspende Baden-Württemberg

Tel.: 0711 123-….

 

Adresse:

Else-Josenhans-Straße 6

70173 Stuttgart“

 

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RLP:

Sehr geehrte Frau Knepper,

herzlichen Dank, dass Sie mir den Offenen Brief zum Tag der Organspende der Initiative ProTransplant nochmals persönlich haben zukommen lassen.

Das Thema Organspende liegt mir sehr am Herzen. Ich freue mich, dass ich aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation innerhalb der letzten Monate sowohl beim Tag der Organspende in Mainz als auch auf Veranstaltungen in Schulen, Krankenhäusern und im Rahmen einer Plenarsitzung der Landesregierung das Thema Organspende – und insbesondere die Notwendigkeit die Spenderbereitschaft weiter zu fördern – thematisieren konnte.

Es ist mir ein großes Anliegen, als Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz das Thema Widerspruchslösung/opt-out Regelung erneut im Deutschen Bundestag zur Debatte zu bringen. Denn um die tiefgreifende Änderung zu erwirken, die das Organspendegeschehen in Deutschland braucht, braucht es neben klaren Worten eindeutige Neuregelungen.

Ich weiß, dass diese Stellungnahme für Sie keine Besserung Ihrer Situation bedeutet und allenfalls ein Hoffnungsschimmer ist. Mir ist bewusst, dass die politischen Wege oft langwierig sind, was für viele Menschen auf der Warteliste fatal ist. Seien Sie versichert, dass ich diese Aufgabe und Verantwortung ernst nehme, dass ich nicht müde werde das Thema Organspende und Widerspruchslösung voranzutreiben und dass die erneute Debatte auf Bundeseben mein erklärtes Ziel ist.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass wir diese Herausforderung mit Unterstützung aller Akteure gemeinsam bewältigen.

Mit freundlichen Grüßen
In Vertretung

Dr. Vorname Nachname (Name der Redaktion bekannt)
_____________

MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT UND GESUNDHEIT Mittlere Bleiche 61
55116 Mainz
Fax +49 6131 16 2…
ministerbuero@mwg.rlp.de
www.mwg.rlp.de

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Bayern: hier als PDF:

 

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Sachsen-Anhalt: hier als PDF:

 

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Bundesgesundheitsministerium: hier als PDF:

 

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Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

Die Mitglieder der I.G. Niere NRW e.V. haben auf ihrer jährlichen, mittlerweile 48., Versammlung am 29.05.2022 in Neuss einen neuen Vorstand gewählt.

Dies sind von links nach rechts:

 

Dr. Herbert Loock

Konstanze Birkner, 2. stellv. Vorsitzende

André Beiske, Kassenwart

Mario Rosa-Bian, Vorsitzender

Isabelle Rosa-Bian

Carola Hufmüller, 1. stellv. Vorsitzende

Unser Offener Brief wurde verarbeitet…zumindest teilweise…

Wir sind natürlich gespannt, wie die direkte Antwort des Bundesgesundheitsministers auf den Offenen Brief an die Initiative PRO TRANSPLANT aussehen wird. Wir werden berichten…

Hier wurde der Offene Brief offensichtlich inhaltlich zum Teil verarbeitet.

Oder hier.

Und hier.

Boah, hier auch noch.

 

Hessischer Gesundheitsminister wünscht Widerspruchsregelung (WSR)

Und weiter geht die aktuelle Karusselfahrt der Gesundheitsminister:

Jetzt spricht sich auch Hessens Gesundheitsminister erneut für die WSR aus.