Ernährung, die der Niere gut tut

Rückblick auf das Nierencafé Aachen vom 4. Dezember 2025 mit Kerstin Gerpheide.

In angenehmer, offener Atmosphäre drehte sich beim letzten Nierencafé in Aachen alles um ein Thema, das viele Betroffene täglich beschäftigt:

Was tut meiner Niere wirklich gut?

Referentin Kerstin Gerpheide nahm die Teilnehmenden mit in die Welt der alltagstauglichen Ernährung bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) – praxisnah, verständlich und mit vielen konkreten Tipps. Ergänzend stellte sie die Mizu-App vor, die Patientinnen und Patienten bei der Orientierung im Ernährungsalltag unterstützen kann.

Was tut der Niere gut? – Ernährungstipps bei CKD

Ein zentraler Punkt des Vortrags: Es gibt keine „One-size-fits-all“-Ernährung. Jede Empfehlung sollte zum individuellen Krankheitsstadium und zu den aktuellen Laborwerten passen. Ernährung kann viel bewirken – ersetzt jedoch keine persönliche ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung.

Worauf es häufig ankommt

  • Salz bewusst reduzieren
    Eine salzärmere Ernährung kann sich positiv auf Blutdruck und Flüssigkeitshaushalt auswirken. Im Alltag hilft es, häufiger frisch zu kochen, Fertigprodukte zu reduzieren und Speisen mit Kräutern und Gewürzen statt mit Salz zu verfeinern.
  • Eiweiß passend zum Bedarf wählen
    Die optimale Eiweißmenge hängt vom Krankheitsstadium und der jeweiligen Therapie ab. Pauschale Regeln greifen hier zu kurz. Wichtig ist vor allem, eine Mangelernährung konsequent zu vermeiden.
  • Kalium – keine unnötigen Verbote
    Kaliumwerte werden nicht ausschließlich durch die Ernährung beeinflusst. Oft spielen stark verarbeitete Lebensmittel oder „konzentrierte“ Formen wie Säfte und Smoothies eine größere Rolle als frisches Obst und Gemüse.
  • Mangelernährung frühzeitig erkennen
    Ungewollter Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit oder Kraftverlust sind Warnzeichen und sollten frühzeitig angesprochen werden.

Take-home-Message

Ernährung kann bei CKD eine wertvolle Unterstützung sein – am besten in kleinen, realistischen Schritten und individuell abgestimmt. Eine ernährungstherapeutische Begleitung ist laut Leitlinien dringend empfohlen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung.