Patinnen und Paten für Organspende

Liebe Interessierte,

 

das Netzwerk Organspende NRW e.V. lädt zu einer Einführungsschulung für neue Patinnen und Paten für Organspende ein.

Gerne geben wir diese Einladung an Euch weiter – vielleicht hat ja jemand von Euch Interesse, sich in diesem wichtigen Bereich zu engagieren.

 

Patinnen und Paten für Organspende informieren in Schulen, Bildungseinrichtungen, Gemeinden, Vereinen und bei Veranstaltungen sachlich, neutral und auf Augenhöhe über das Thema Organspende. Mit diesem Engagement kann dazu beigetragen werden, Unsicherheiten abzubauen und Menschen zu einer informierten und selbstbestimmten Entscheidung zu ermutigen.

 

📅 Samstag, 14. März 2026
🕣 08:30 – 16:00 Uhr
📍 Gesundheitscampus-Süd 9, 44801 Bochum

 

Die Schulung wird vom Netzwerk Organspende NRW e.V. in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation durchgeführt.

 

Programm

08:30 – 09:00 Uhr Ankommen – Kaffee und kleiner Snack
09:00 – 09:30 Uhr Begrüßung – Konstanze Birkner | Geschäftsführerin Netzwerk Organspende NRW e.V.
09:30 – 09:45 Uhr Vorstellung Netzwerk Organspende NRW e.V.
09:45 – 11:00 Uhr Medizinische und rechtliche Grundlagen der Organspende – Teil I Kirsten Birk | Koordinatorin Deutsche Stiftung Organtransplantation
11:00 – 11:15 Uhr Pause
11:15 – 12:30 Uhr Medizinische und rechtliche Grundlagen der Organspende – Teil II
12:30 – 13:30 Uhr Mittagspause
13:30 – 15:00 Uhr Kommunikation als Pat*in für Organspende
15:15 – 15:30 Uhr Pause
15:30 – 16:00 Uhr Die Arbeit als Pat*in für Organspende und Abschluss

Die Schulung richtet sich an alle, die sich als Patin oder Pate engagieren möchten – ebenso wie an Interessierte, die sich zunächst einen Überblick über dieses Engagement verschaffen möchten.

Alle weiteren Informationen sowie die Anmeldung findet Ihr hier: https://www.netzwerk-organspende-nrw.de/paten-fuer-organspende/schulungen/

Bei Fragen könnt Ihr Euch natürlich auch gerne direkt an das Netzwerk Organspende NRW wenden.

Nierencafe Krefeld trifft sich am 24.03.2026

Herzliche Einladung an alle Nierenkranke und deren Angehörige

 

Sie haben eine Nierenerkrankung und/oder sind dialysepflichtig – oder sind Angehörige/r eines Betroffenen? Dann gibt es jetzt in Krefeld den Treffpunkt für Sie!

 

Wir laden Sie herzlich zur Gesprächsrunde ein.

Das Thema wird sein:

Was tut mir Gut bei Nieren-Erkrankungen“
Betroffene berichten von Ihren Erfahrungen.

 

Das Treffen ist am:

Dienstag, den 24. März 2026 um 14 Uhr
im Helios Klinikum Krefeld
Lutherstr. 40, 47805 Krefeld
Cafeterria Lutherterrassen

 

In gemütlicher Atmosphäre wollen wir unsere Erfahrungen austauschen, Tipps und Informationen vermitteln und über die besonderen Herausforderungen eines Lebens mit einer chronischen Nierenerkrankung sprechen.

Um Anmeldung wird gebeten unter: 02151/ 952395 oder nierencafe-krefeld(at)niere.nrw

 

 

Einladung Krefeld 24.03.26

Einladung Neusser Nierencafé

 

An alle

Nierenkranke und deren Angehörige

 

Die Niere NRW lädt Sie herzlich zum 1. Nierencafé Neuss im Jahr 2026 ein.

 

Freuen Sie sich auf ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee/Tee und Gebäck

 

In einer entspannten und vertrauensvollen Atmosphäre möchten wir zusammenkommen, neue
Kontakte knüpfen und uns über unsere Erfahrungen austauschen. Gleichzeitig soll Raum
entstehen, um Fragen zu stellen und gemeinsam Antworten zu finden.

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, bei einem lockeren Austausch mit anderen Betroffenen,
Angehörigen, Transplantierten und Dialyse und Wartepatient*innen ins Gespräch zu kommen
und Teil unserer Gemeinschaft zu werden.

 

📅 Samstag, den 07.02.2026
🕒 15:00 bis 18:00 Uhr
📍 Ons Zentrum Neuss, Rheydter Str. 176, 41464 Neuss

 

Eine Mitgliedschaft ist für die Teilnahme nicht erforderlich.

 

Ich freue mich besonders auf Ihr Kommen und auf einen informativen, spannenden und schönen Nachmittag.

 

Anmeldungen bitte bis zu bis zum 03.02.2026
Per E-Mail: Info@niere.nrw oder telefonisch unter: 0234/978354314

Ulrike Feuerhack
Nierencafé Neuss
Niere NRW e.V.
u.feuerhack(at)niere.nrw

Nierencafé Duisburg am 29. Oktober 2025

  • Hämodialyse oder Peritonealdialyse/Bauchfelldialyse?
  • Wie schränkt eine Nierenerkrankung den Alltag ein?
  • Wie kann ich meinen Körper unterstützen?

    Tipps von Betroffenen für Betroffene,
    von Ärzt:innen und medizinischem Fachpersonal!

Beim Nierencafé handelt es sich um einen zwanglosen Rahmen, der einen Austausch zwischen Betroffenen bietet:

  • Nierenerkrankte
  • Vor der Dialyse
  • An der Dialyse
  • Transplantierte

und, oft nicht wahrgenommen:
Lebenspartner sowie Angehörige von Nierenerkrankten.

Über eine frühzeitige Anmeldung freue ich mich, bitte per E-Mail an: r.schwabe(at)niere.nrw
Alternativ über Niere NRW per Telefon unter 0234 / 978 354 314

 

Einladung Nierencafe Krefeld

 

Herzliche Einladung
an alle Nierenkranke
und deren Angehörige

 

Sie haben eine Nierenerkrankung und/oder sind dialysepflichtig – oder sind Angehörige/r eines Betroffenen? Dann gibt es jetzt in Krefeld den Treffpunkt für Sie!

 

Wir laden Sie herzlich zur Gesprächsrunde ein. Thema wird sein: Die Ernährung.
Eine Ernährungsberaterin steht uns zur Verfügung.

Das Treffen ist am:

 

Mittwoch, den 24, September 2025 um 15 Uhr
im Helios Klinikum Krefeld
Lutherstr. 40, 47805 Krefeld
Cafeterria Lutherterrassen

 

In gemütlicher Atmosphäre wollen wir unsere Erfahrungen austauschen, Tipps und Informationen vermitteln und über die besonderen Herausforderungen eines Lebens mit einer chronischen Nierenerkrankung sprechen.

 

Die Mitgliedschaft bei niere.nrw ist keine Voraussetzung für Ihre Teilnahme!

 

Um Anmeldung wird gebeten unter: 02151/ 952395 oder nierencafe-krefeld(at)niere.nrw

 

 

 

Bernd Furch

Nierencafe Krefeld

 

PD Dr. Heike Bruck

Helios Klinikum Krefeld
KfH Nierenzentrum Krefeld

 

Einladung Neusser Nierencafe on Tour 04.10.25.

 

Herzliche Einladung

 an alle Nierenerkrankten und deren Angehörige!

 

Am 04.10.2025 ist das Nierencafé on Tour – unter dem Motto:

„Spielend Bewegen in der Natur am Baldenaysee“

 

Für einen Eigenanteil von 20 € beinhaltet der Tag:

  • 09:30 Uhr: Treffen beim Eingang Knuffmann, gegenüber Neusser HbF
  • 09:45 Uhr: Abfahrt zum Baldenaysee
  • 11:10 Uhr: 2-stündige Seerundfahrt mit 1x Kaffee und Kuchen (Abfahrt vom Anlegesteg Hügel)
  • 13:10 Uhr: 15-minütiger Spaziergang zum Minigolf spielen. Danach evtl. kleine Spiele oder Zeit zur freien Verfügung.
  • 16:15 Uhr: Ausklang mit griechischem Essen (Hügeloss)
  • Rückfahrt: ca. 18:00 – 18:30 Uhr

Ein Tag mit Spiel, Spaß und Bewegung, den jeder gut mitmachen kann.

 

Wichtige Hinweise:

  • Bitte denkt an bequemes Schuhwerk und wetterfeste
  • Für die Planung bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 16.09.2025 unter:

o Telefon: 0234/ 97 83 54 314

o E-Mail: info(at)niere.nrw

 

Ich freue mich auf einen schönen Tag mit Spaß, Spiel und einem regen Austausch!

 

 

Ulrike Feuerhack Nierencafé Neuss Niere NRW e.V.

 

 

 

 

 

 

 

100.000. Niere in Deutschland transplantiert

Seit 1963 wurde Empfängerinnen und Empfängern einer Spenderniere ein Vielfaches an Lebensjahren geschenkt – oftmals sogar Jahrzehnte

 Frankfurt am Main, 23. Juli 2025. Die 100.000. Nierenübertragung fand Anfang Juli in einem der 43 Transplantationszentren statt – knapp 62 Jahre, nachdem die Übertragung einer Niere im Berliner Klinikum Steglitz am 27. November 1963 den Beginn der hiesigen Transplantationsmedizin einläutete.

„Diese besondere Zahl steht für 100.000 neue Lebenschancen, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten schwer kranken Menschen überwiegend nach postmortaler, aber auch nach Lebendspende geschenkt wurden“, erklärt Dr. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). „Wir möchten diesen Meilenstein zum Anlass nehmen, um allen Spenderinnen und Spendern sowie deren Angehörigen zu danken, die diese Transplantationen überhaupt möglich gemacht haben.“

Spendernieren schenken viele neue Lebensjahre

Die Nierentransplantation stellt heute ein erfolgreiches und etabliertes Verfahren für Patienten und Patientinnen dar, deren Nieren nur eingeschränkt funktionieren oder in absehbarer Zeit versagen. Ein Jahr nach der Transplantation sind mehr als 90 Prozent der verpflanzten Nieren noch funktionstüchtig. Es gibt Nierenempfänger, die sogar mehrere Jahrzehnte mit dem Spenderorgan leben – so wie Eberhard Schollmeyer, der vor 40 Jahren eine neue Niere erhielt: „Seit vier Jahrzehnten lebe ich voller Dankbarkeit gegenüber meinem Spender, der mir meine Lebensqualität zurückgegeben hat. Vier Jahrzehnte, in denen ich dank der Spenderniere studieren, eine Familie gründen und Freude erleben durfte, meinem Beruf und meinen Hobbies nachgehen konnte – diese erhaltene Zeit ist das wertvollste Geschenk, das ein Mensch einem anderen vermachen kann.“

Zu welchen sportlichen Höchstleistungen diese geschenkten Lebensjahre Transplantierte beflügeln können, werden im August dieses Jahres eindrücklich die World Transplant Games in Dresden demonstrieren. Die teilnehmenden Athletinnen und Athleten aus mehr als 60 Ländern, unter ihnen in den letzten Jahren auch Eberhard Schollmeyer, zeigen auf großer Bühne: Organspende bedeutet nicht nur überleben, sondern leben mit allen seinen Möglichkeiten und Facetten – bis hin zu sportlichen Höchstleistungen.

Trotz aller Erfolge herrscht nach wie vor ein Mangel an Spendernieren

DSO-Vorstand Rahmel weist aber auch darauf hin, dass der Erfolgszahl von mittlerweile

100.000 erfolgten Nierentransplantationen nach wie vor ein wesentlich höherer Bedarf an Spendernieren gegenübersteht. Allein im vergangenen Jahr umfasste die entsprechende Warteliste zum Stichtag 31. Dezember 6.397 als transplantabel gemeldete Patientinnen und Patienten, gleichzeitig gab es aber nur 2.075 Nierentransplantationen. Diese 6.397 gemeldeten Patienten sind mit 77 Prozent auch Großteil aller 8.260 Schwerkranken auf den Wartelisten für ein Spenderorgan.

„Es ist mittlerweile keine Seltenheit, dass Patienten 8 oder 10 Jahre auf eine Nierenspende warten“, so Rahmel. Und leider ist das nur die Spitze des Eisbergs: Experten gehen davon aus, dass von den bundesweit rund 100.000 Dialysepatienten etwa ein Drittel ebenfalls von einer Transplantation profitieren würde. Die Dialyse ist eine künstliche Blutwäsche, mit deren Hilfe die Wartezeit bis zu einer möglichen Nierentransplantation überbrückt werden kann.

Bundesweit wurden in den ersten sechs Monates des Jahres 793 Nieren nach postmortaler Spende transplantiert, 6.203 Patientinnen und Patienten standen Ende Juni als transplantabel gemeldet auf der Warteliste für eine Niere. „Für viele von ihnen ist die Transplantation die einzige Chance, um länger und besser zu leben“, betont Rahmel.

 

Die DSO ist die bundesweite Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende in Deutschland und unterstützt die rund 1.200 Entnahmekrankenhäuser bei der Durchführung von Organspenden. Auch die Begleitung von Angehörigen während und nach einer Organspende ist der DSO ein wichtiges Anliegen.

Auf der Website von Deutsche Stiftung Organtransplantation finden Sie diese Pressemitteilung zum Download. 

Niere NRW mit neuem Elan ins Jubiläumsjahr

Verstärktes Engagement für Nierenerkrankte mit erweitertem Vorstand: Die Selbsthilfeorganisation Niere NRW hat sich intensiv auf ihr 50-jähriges Bestehen im nächsten Jahr vorbereitet. Das Ergebnis ist u.a. eine Fokussierung ihres Engagements auf die Tätigkeitsbereiche „Selbsthilfe“ und „Öffentlichkeitsarbeit“. Dies wird auch bei der Neugestaltung von Name und Logo der Selbsthilfeorganisation sowie ihrer Homepage deutlich. „Der reduzierte und zeitgemäße Auftritt ist nun übersichtlicher und soll die Kontaktaufnahme von Nierenerkrankten und ihren Angehörigen erleichtern“, so der Vorsitzende von Niere NRW, Mario Rosa-Bian. „Mit unseren 50 Jahren stolpern wir nicht in die Midlife-Crises, sondern wir starten noch einmal ganz neu durch.“ Unter „niere.nrw“ wird es mehr Informationen und weniger Kontaktbarrieren geben. Mit dem Einsatz von Videos werden die Tätigkeitsfelder des Vereins schnell und in persönlicher Weise erklärt.

Im Bereich Selbsthilfe wird insbesondere die örtliche Unterstützung von Nierenerkrankten und transplantierten Menschen verstärkt. Die bereits bestehenden regionalen Gruppen in Neuss, Bochum, Essen, Düsseldorf und Mönchengladbach werden durch Neugründungen in Aachen, Duisburg und Gronau ergänzt. Alle Treffen werden zukünftig unter dem Namen „Nieren-Café“ einladen. Hier geht es insbesondere um den Erfahrungsaustausch der Betroffenen und deren Angehörigen. Informationsveranstaltungen sollen das Programm ergänzen. Einige Nieren-Cafés basieren auf einer Kooperation mit Kliniken, sodass auch medizinisches Wissen vermittelt werden kann.

Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit umfasst u.a. die Themen, welche strukturelle, gesellschaftliche oder politische Veränderungen zum Ziel haben. Dabei steht das Engagement von Niere NRW für die Einführung der Widerspruchsregelung bei der Organspende an vorderster Stelle.

 

Portraits des neuen Vorstandes: Ulrike Feuerhack, Konstanze Birkner, Alexander Molls, Isabelle und Mario Rosa-Bian sowie Ruth Schwabe (v.l.n.r. .

Verstärktes Engagement für Nierenerkrankte und deren Angehörige in NRW: Ulrike Feuerhack, Konstanze Birkner, Alexander Molls, Isabelle Rosa-Bian, Mario Rosa-Bian und Ruth Schwabe (v.l.n.r.).

 

In den Entwicklungsprozess wurden die Mitglieder von Niere NRW intensiv eingebunden. Dies führte auch zu einer Erweiterung des Vorstandes. Neben Mario und Isabelle Rosa-Bian sowie Konstanze Birkner werden sich zukünftig auch Ulrike Feuerhack, Alexander Molls und Ruth Schwabe um die Geschicke von Niere NRW kümmern. Die neuen Vorstandsmitglieder wollen mit frischen Ideen insbesondere dafür sorgen, dass die Nieren-Cafés erfolgreich starten und sich zu einer guten Adresse für nierenerkrankte Menschen in NRW entwickeln. Mario Rosa-Bian, Ulrike Feuerhack, Alexander Molls und Ruth Schwabe sind selbst transplantiert und können durch ihre eigene, teils lange Nierenerkrankungsgeschichte viele Erfahrungen in die Arbeit der Selbsthilfeorganisation einbringen.

Ergänzt wird der „Neustart“ durch eine Professionalisierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Für dieses Aufgabengebiet konnte Bärbel Brünger gewonnen werden. Sie war bis zum Beginn ihrer Rentenzeit im Januar 2024 Pressesprecherin des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in NRW.

27.03.2025 – Nierencafé in Essen: Ein Informationsangebot für alle Betroffenen im Ruhrgebiet

Eine gute Möglichkeit des Austausches für alle Nierenkranken, Dialysepatienten, Transplantierte und ihre Angehörigen.

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Überkreuz-Lebendspende – Was ist das denn?

Wir fordern seit vielen Jahren die Ermöglichung der Überkreuz-Lebendspende.

Wir müssen unterscheiden zwischen „normalen“ Lebendspenden und Überkreuz-Lebendspenden.

„Normale“ Lebendspenden

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 3.646 Organe transplantiert, davon waren 658 Organ-Lebendspenden, dies entspricht einem Anteil von 18 % aller Organtransplantationen. (DSO Jahresbericht 2023, Seite 80).

Die 658 Organlebendspenden verteilten sich auf 608 Nieren und 50 Teil-Lebern.

Im Wesentlichen gelten laut aktuellem Transplantationsgesetz (TPG) folgende Bedingungen für Lebend-Organspenden:

  • Sie werden nach dem sog. Subsidiaritätsprinzip vorgenommen, d.h. dass sie nur erlaubt sind, wenn keine post-mortem-Organe (also nach Feststellung des Hirntods eines Organspenders) vorhanden sind. Dies wird dadurch sichergestellt, indem der mögliche Empfänger auf der Organ-Warteliste steht.
  • Spender und Empfänger müssen Verwandte ersten Grades oder andere Personen sein, die dem Spender in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen.
  • Spender und Empfänger müssen die Ethik-Kommission des TP-Zentrums von der besonderen persönlichen Verbundenheit überzeugen,
  • das Organ muss von der Blutgruppe und der Gewebeverträglichkeit „passen“.

Folgende Beispiele verdeutlichen die Problematik:

Beispiel 1:

Bei einem Ehepaar aus Köln hat die Ehefrau Nierenversagen, sie ist auf der Warteliste für eine Niere. Ihr Ehemann möchte ihr eine seiner Nieren spenden. Alle Bedingungen des §8 TPG sind erfüllt, also kann die Lebendspende-Transplantation durchgeführt werden.

Beispiel 2:

Dieselbe (Personen-) Konstellation in Düsseldorf, allerdings ist der Ehemann als Spender ungeeignet, da es eine Gewebeunverträglichkeit gibt. Es gibt auch keinen weiteren möglichen Lebendspender (Geschwister, Eltern, bester Freund).

Nach geltendem TPG bleibt diese Düsseldorfer Frau an der Dialyse bis eine von EUROTRANSPLANT vermittelte post-mortem-Niere zur Verfügung steht – oder bis zu ihrem Tod.

Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Niere in Deutschland liegt bei ca. neun bis zehn Jahren.

Zur Erinnerung: In Spanien beträgt diese durchschnittliche Wartezeit ca. ein Jahr, in Österreich bei ca. zwei Jahren. In diesen Ländern und in vielen weiteren Ländern sind sowohl die Überkreuz-Lebendspende wie auch die Widerspruchsregelung wie auch die Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod erlaubt.

 

„Überkreuz“-Lebendspenden

Konkret: In den Niederlanden, in Österreich, in Spanien oder in Frankreich z.B. sähe die Lösung so aus:

Ein Ehepaar lebt in Paris und eines in Lyon. Bei beiden scheidet der Ehemann als Lebendspender aus medizinischen Gründen aus. Allerdings würde die Niere des Pariser Ehemannes der Frau in Lyon passen UND die Niere des Lyoners passt der Frau aus Paris. In Paris oder Lyon könnte dadurch die sog. Überkreuz-Lebendspende durchgeführt werden. Allerdings müssen in Frankreich (und in einigen anderen Ländern) die vier Operationen (zwei Explantationen, zwei Implantationen) zeitgleich durchgeführt werden. (Hintergrund: Zuverlässigkeit der Zusage der Spende).

Hier noch einmal die Lösung als Schemazeichnung:

 

 

  1. a) explizite Nennung/ Zulassung der Überkreuz-Lebendspende
  2. b) Vorschrift/ Gebot, dass sich die beiden Paare NICHT kennen dürfen und demzufolge auch nicht ihre besondere persönliche Verbundenheit darlegen müssen. Sie sollen sich nicht kennen, damit ein möglicher Organhandel ausgeschlossen werden kann. Allerdings müsste natürlich jedes Paar der Ethik-Kommission der behandelnden Klinik seine besondere persönliche Verbundenheit darlegen (wie bei einer „normalen“ Lebendspende.

Beide Paare müssten als potenzielle „Überkreuz-Lebendspender/-Empfänger“ bei EUROTRANSPLANT (oder einer anderen fachkundigen Organisation, die die Vermittlungsliste führt, z.B. die DSO) gemeldet sein, sodass sie nur über EUROTRANSPLANT (oder eine alternative Organisation) „gefunden“ werden können.

Paare, die an einem solchen Überkreuz-Lebendspende-Programm teilnehmen wollen, müssten in eine separate Warteliste übertragen werden. Eine spezielle Software würde dann passende Kombination mit möglichst vielen spendenden und empfangenden Personen ermitteln. Die Software würde diese auf der Basis der Blutgruppen, der Gewebetypisierungen und anderer Parameter, die für den Transplantationserfolg wichtig sind, ermitteln.

 

Die Bundesregierung plant aktuell, unsere Forderung umzusetzen.

Hier der aktuelle Stand.

Organspende: Was läuft falsch in Deutschland? – Sachstand, Lage, Bewertung, Empfehlung

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Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod. Was ist das denn?

Wir fordern seit vielen Jahren die Möglichkeit der post-mortem-Organspende auch nach Feststellung des sog. Herz-Kreislauf-Tods. Es bedeutet genau nicht, dass jeder Mensch, dessen Herz/ Kreislauf nicht mehr schlägt/ läuft, automatisch Organspender wird.

Sondern handelt es sich hierbei um eine besondere Form der Palliativ-Begleitung.

 

In Deutschland sind post-mortem-Organentnahmen laut aktuellem Transplantationsgesetz nur nach der Feststellung des sog. Hirntods erlaubt.

 

In vielen Ländern Europas ist die post-mortem-Organentnahme auch nach Feststellung des Herz-Kreislauf-Tods erlaubt; dies bedeutet, dass

einem Patienten, der auf der Intensivstation liegt

und

künstlich beatmet wird

und

eine infauste Prognose hat

und

bei dem ein Teil-Hirntod festgestellt wurde

und

in seiner Patientenverfügung für diesen Fall eine Organspende gewollt hat

und

dessen Angehörige nach Rücksprache mit den Ärzten für genau diese Konstellation einer Organentnahme zugestimmt haben, die künstliche Beatmung abgestellt wird

und

demzufolge dann nach 5 bis 30 Minuten verstirbt.

Die Angehörigen können natürlich dem Sterbeprozess beiwohnen. Je nach Land lässt man ihn nach Herzstillstand ca. 5 bis 20 Minuten unangetastet (no-touch-phase). Nach dieser Zeit wird dieser Patient wie ein hirntoter potentieller Organspender behandelt.

In den Niederlanden und in der Schweiz sind knapp über 50% der post-mortem-Organspender solche nach Herz-Kreislauf-Tod. Solche Fälle sind statistisch ähnlich selten wie Organspender nach Hirntod, machen also ebenso weniger als 0,1% der Versterbenden aus. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass in Deutschland durch die Einführung der Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod die Zahl der Organspenden im Idealfall verdoppelt werden könnte und damit das Sterben und das Leid der Organ-Wartepatienten erheblich vermindert werden könnte.

Siehe hierzu auch folgende Information.