NRW-Gesundheitsminister Laumann treibt weiter an zur Widerspruchsregelung

NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) sagt, was er macht und macht, was er sagt.

Nachdem der Bundestag/ die Bundesregierung nicht auf die Empfehlung des Bundesrates von Dezember 2023 zur Einführung der Widerspruchsregelung (WSR) reagiert hat, hat er nun einen konkreten Gesetzesvorschlag zur Einführung der WSR in den Bundesrat eingebracht. Dieser hat ihn an seine zuständigen Ausschüsse (Gesundheit und Justiz) delegiert. Es ist davon auszugehen, dass die nächste Vollversammlung des Bundesrats diesen Gesetzesvorschlag an die Bundesregierung zur Bearbeitung weitergibt.

Verfassungsbeschwerde in Sachen Organspende

Wir möchten Sie auf diese Spendenaktion des Bündnisses ProTransplant hinweisen und bitten Sie ebenfalls um eine Spende für die Initiatoren. Hintergrund, Ziele, Vorgehen usw. finden Sie hier.

 

Alternative Spendenmöglichkeit:

ProTransplant ist „nur“ ein formfreies Bündnis, das nicht gemeinnützig ist.

Allerdings ist die „I.G. Niere NRW e.V“ gemeinnützig, unsere Bankverbindung lautet: DE27 3055 0000 0000 1220 69, Sparkasse Neuss.

 

Diese können Sie ebenfalls benutzen, um ProTransplant zu unterstützen, da unsere Satzung die Weiterleitung einer solchen (zweckgebundenen) Spende erlaubt.

 

Bitte kündigen Sie die Überweisung („zweckgebundene Spende für die VB von ProTransplant“) per mail an Frau Sabine Link (s.link@niere-nrw.de), an.

Frau Link wird Ihnen umgehend die Bescheinigung zustellen.

Und nochmals ein dickes DANKE im Namen aller Wartepatienten.

Und bitte teilen Sie diese Spendenaktion mit Ihren Freunden, Kollegen, Mitpatienten.

Pressekonferenz von ProTransplant zur Verfassungsbeschwerde

von Mario Rosa-Bian

Das Bündnis ProTransplant, zu dem auch die I.G. Niere NRW e.V. gehört, hat am 21.5.2024 eine Pressekonferenz durchgeführt auf der die Verfassungsbeschwerde gegen das Transplantationsgesetz erläutert wurde. Dies betrifft die Ursachen, die juristische Argumentation und das weitere Vorgehen.

Gier die Pressemeldung dazu:

 

 

Was hat ein Bericht über eine Leberspende auf dieser Nierenseite verloren?

Letztendlich ist das Transplantationsgesetz für alle Organ-Wartepatienten gleich schlecht.

Wir denken, das müssen wir an dieser Stelle nicht mehr erläutern.

 

Lesen Sie bitte den letzten Eintrag in Rebeccas Blog.

 

Die in dem Blog erwähnte Spende für ProTransplant führt zu der geplanten Verfassungsbeschwerde.

Handbuch der Selbstbestimmung – Gesundheit

Wie bereitet man sich am besten auf ein Arztgespräch vor? Welche medizinischen Maßnahmen wurden beispielsweise bereits gegen bestehende Beschwerden eingeleitet? Und was ist sonst noch für die Dokumentation der Behandlung und Genesung wichtig? Die Antworten auf diese Fragen haben Patient*innen mit dem „Handbuch der Selbstbestimmung – Gesundheit“ der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW immer im Blick!

 

Das Handbuch beinhaltet nicht nur viele praktische Tipps für die ambulante Versorgung, den Klinikaufenthalt und die Rehabilitation, sondern auch Checklisten und Tabellen für eigene Notizen, um alle Informationen zum Behandlungsverlauf an einem Ort sammeln zu können und stets griffbereit zu haben. Dadurch möchten wir eine Behandlung auf Augenhöhe, die Kommunikation aller Beteiligten wie auch die Versorgungssicherheit in unserem Bundesland weiter stärken!

 

Interessierte können das kostenlose „Handbuch der Selbstbestimmung – Gesundheit“, das durch die gesetzlichen Krankenkassen/-verbände in NRW gefördert wurde, hier direkt beziehen – entweder als Printexemplar, zum Herunterladen als barrierefreie PDF-Datei oder ab dem Sommer 2024 auch zum Download in Leichter Sprache.

 

Download

Druckausgabe bestellen

Klausurtagung und Mitgliederversammlung I.G. Niere NRW e.V. 2025

Save the date!

 

Wir werden unsere jährliche Klausurtagung und Mitgliederversammlung auch in diesem Jahr in einem Hotel in Hilden bei Düsseldorf veranstalten. Bitte merken Sie sich die beiden Termine vor. Sie können sich auch schon jetzt anmelden via E-mail: s.link(at)niere.nrw.

Die Hotel- und Verpflegungskosten werden von der Niere NRW übernommen.

 

Genaue Informationen und das Programm finden Sie hier. (später, jetzt noch nicht)

 

Organspende: Katholische Kirche in der Verantwortung

 

Von Pater Klaus Schäfer, Klinikseelsorger an der UK Regensburg

www.schaefer-sac.de
www.organspende-wiki.de
www.1trost.de

Katholische Kirche in der Verantwortung

Anders, als der Titel des 2013 erschienen Buches „Hirntod – Organspende und die Kirche schweigt dazu“ vorgibt, äußert sich die katholische Kirche sehr wohl zu Hirntod und Organspende.

 

Aussagen der katholischen Kirche

In den Jahren 1985, 1989, 2006 und 2012 beschäftigte sich die Päpstliche Akademie der Wissenschaften (PAS) mit der Frage, ab wann ein Mensch tot sei. In allen diesen Tagungen – besetzt mit Medizinern, Philosophen und Theologen – wurde festgelegt, dass bei festgestelltem Hirntod der Mensch tot ist, sich die Seele vom Leib getrennt hat.

Im Jahr 1989 brachten die christlichen Kirchen und Gemeinschaften die Schrift „Gott ist ein Freund des Lebens“ heraus. Darin heißt es: „Der Hirntod ist das Zeichen des Todes der Person.“ (104) Und weiter: Organspende ist „eine Möglichkeit, über den Tod hinaus Nächstenliebe zu praktizieren.“ (105)

 

Im Jahr 1990 brachten der Rat der evangelischen Kirche (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) die Schrift „Organtransplantationen“ heraus. Darin heißt es: „Der Hirntod bedeutet ebenso wie der Herztod den Tod des Menschen.“ (10) Und zum Schluss: „Aus christlicher Sicht ist die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod ein Zeichen der Nächstenliebe und Solidarisierung mit Kranken und Behinderten.“ (17)

 

Im Jahr 2015 brachte die DBK die Schrift „Hirntod und Organspende“ heraus. Darin heißt es, „dass potentielle Organspender zu Recht davon ausgehen können, dass sie zum Zeitpunkt der Organentnahme wirklich tot und nicht nur sterbend sind.“ (6)

 

In einer gemeinsamen Erklärung von EKD und DBK des Jahres 2018 heißt es: „Daher stehen die Kirchen der Organspende ausdrücklich positiv gegenüber.“

 

Papst Johannes Paul II. schrieb 1995 in der Enzyklika EVANGELIUM VITAE, dass Organspende eine „besondere Wertschätzung“ verdiene. 2002 ermutigte er „die Kirche zur freiwilligen Organspende“.

 

Papst Benedikt XVI. nannte am 07.11.2008 die „Organspende ist eine besondere Form des Zeugnisses der Nächstenliebe“.

 

Mythen und Märchen

 

Doch sind es auch katholische Gruppen und Personen, die Misstrauen und Ängste gegen Organspende schüren, insbesondere gegen das Hirntodkonzept, d.h. gegen die Gleichstellung vom Hirntod und Tod des Menschen. Dabei verweisen sie darauf, dass das Herz der Hirntoten noch schlägt, ihr Körper verdaut und ausscheidet, dass ihre Wunden heilen und sie Fieber entwickeln können, sie wie schlafend wirken, oft ohne äußeren Verletzungen und dass bei schwangeren Hirntoten die Schwangerschaft wochenlang bis zur Geburt des Kindes fortgesetzt werden kann.

 

Das alles stimmt, aber zum Zeitpunkt der Feststellung des Hirntodes (irreversibler Hirnfunktionsausfall) ist das Gehirn durch den Sauerstoffmangel  so schwer geschädigt, dass es sich bei Fortsetzung der Therapie nach ca. 3-5 Tagen verflüssigen würde. Der Sauerstoffmangel wird durch den Duchblutungsstopp des Gehirns verursacht. Dieser kann bildgebend nachgewiesen werden, z.B. durch Ultraschall oder Szintigraphie.

 

Es wird von einigen Kritikern auch behauptet, dass Hirntote wieder ins Leben zurückgekehrt seien. Das ist völlig unzutreffend. Es ist in der gesamten Medizingeschichte kein Fall bekannt, bei dem nach korrekter Feststellung des Hirntods jemand das Bewusstsein wiedererlangt hätte oder gar gesund wurde. Hierzu kann auf die Studie von Alan Shewmon verwiesen werden, der Daten von weltweit 175 Hirntoten zusammentrug, die alle intensivmedizinisch mindestens 8 Tage lang bis zum Herzstillstand weiterbehandelt wurden. Keiner von ihnen erlangte das Bewusstsein. Sie alle verblieben im Zustand Hirntod. An den von Kritikern als „lebende Beispiele“ genannten Hirntoten wurde die Hirntoddiagnostik entweder nicht korrekt, oder aber gar nicht durchgeführt.

 

Was Hirntote für ihre „Genesung“ bräuchten, wäre ein neues Gehirn. Wenn die Medizin ihnen das geben könnte, würde aus dieser Operation ein Mensch ohne Wissen aufwachen, so wie ein Neugeborenes. Er könnte sich an nichts mehr erinnern und müsste alles neu lernen, so wie ein Säugling. Die Gehirnzellen befähigen uns nicht nur zur Sinneswahrnehmung und zum Denken. Sie sind auch die „Datenbank unseres Leben“. In ihnen ist alles gespeichert, was wir erlernt haben und an was wir uns erinnern können. Davon gibt es kein Backup (Datensicherung). Daher sagen die Medizin und die kath. Kirche zu Recht, dass Hirntote Tote sind.

 

Meine Wünsche an die DBK

 

Die DBK möge eine Schrift herausbringen, in der – ähnlich wie im Jahr 2008 von der PAS mit der Schrift „Extra Series 31“ – die Argumente der Kritiker aufgegriffen und widerlegt werden. Die Menschen könnten dann nachvollziehen, warum Hirntote Tote sind. Ein „Es ist so!“ ist im 21. Jh. nicht mehr zielführend.

 

Die DBK möge auch zu Hirntod und zu Organspende je einen Flyer mit den wichtigsten Informationen herausbringen. Dass für die Feststellung des Hirntodes zwei erfahrene Ärzte erforderlich sind, wovon einer ein Neurologe oder ein Neurochirurg sein muss und dass dies dadurch die sicherste Diagnostik der Medizin ist,  es keine Altersbegrenzung für Organspender gibt, dass auch Kranke mit bestimmten Krankheiten ihre Organe spenden können, so z.B. mit Hepatitis C oder mit primärem Hirntumor. – Die Selbsthilfegruppen der Organpatienten und der Transplantierten warten auf solche Publikationen von der DBK.

 

Die DBK möge mit der neuen Schrift und den Flyern das umsetzen, was Benedikt XVI. am 07.11.2008 am Ende seiner Rede sagte: „Es wird daher notwendig sein, Vorurteile und Mißverständnisse zu beseitigen, Mißtrauen und Ängste zu zerstreuen, um sie durch Gewißheiten und Garantien zu ersetzen, um so in allen ein immer weiter verbreitetes Bewußtsein des großen Geschenks des Lebens zu ermöglichen.“

 

Die in Klammer genannten Zahlen geben die Seitenzahlen an.
Empfohlene Seiten auf www.organspende-wiki.de:
Kritiker aus Reihen der katholischen Kirche; Religion; Katholische Kirche; PAS; Gemeinsame Erklärungen; Autolyse; Datenbank unseres Lebens

Nierengrillfest in Neuss: Ein Informationsangebot für alle Betroffenen im Grossraum Neuss/ Düsseldorf

Eine gute Möglichkeit des Austausches für alle Nierenkranken, Dialysepatienten, Transplantierte und ihre Angehörigen.

Bitte melden Sie sich an bei Frau Ulrike Feuerhack via mail: u.feuerhack(at)niere.nrw .

 

 

 

 

 

Am 18.03.2024 startete das neue Organspenderegister – Und nun sind alle Probleme gelöst?

von Mario Rosa-Bian

Wird jetzt alles gut?

Ist das der Heilsbringer, um die Wartezeiten, den Tod und das Leiden auf der Organwarteliste zu verringern?

Das Bündnis ProTransplant glaubt das nicht.

Wir übrigens auch nicht.

Lesen Sie, warum so viele Experten kritisch sind.

Dialyse zu Hause – Deine Alternative von HDP e.V.

Die Netzerker vom Heim Dialysepatienten e.V., veranstalten alle 2 Monate, am 3. Donnerstag des Monats ab 20:00 h eine offene Videosprechzeit zum Thema HEIMDIALYSE, per ZOOM. Es stehen immer mehrere Mitglieder des HDP für Ihre Fragen zur Verfügung.

Anmeldung hier.

 

Leben mit Dialyse – nützliche Informationen

Nierenversagen kann man seit Jahrzehnten gut behandeln, entweder mit einer Transplantation oder mit Dialyse.

Doch die Auswirkungen auf den Beruf, auf die soziale Situation, auf die persönliche und familiäre Situation können wirkmächtig sein.

Es gibt viel zu beachten.

Für das generelle Verständnis und viele Auswirkungen ist das Lesen dieser Broschüre äusserst nützlich.

Spanien ist Weltmeister!

Die meisten Organspenden und -transplantationen in Relation zur Bevölkerungsanzahl fanden 2023 in Spanien statt.

Deutschland ist und bleibt im Tabellenkeller; so viel wäre möglich.