Am 16.01.2024 hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) die vorläufigen Zahlen für 2023 veröffentlicht (Zahl der Organspenden, Organspender, Kontakte, transplantierte Organe).
Hier geht es zur Pressemeldung mit Erläuterungen und Statistiken.
Obwohl es im Vergleich zu 2022 eine leichte Verbesserung gibt, gibt es für die ca. 8.400 Wartepatienten keine wesentlichen Verbesserungen. Auch mit dieser Steigerung werden ca. 1.000 Wartepatienten pro Jahr versterben.
Hätten wir gesetzliche Regelungen wie im europäischen Ausland, dann wären das Leid und das Sterben erheblich geringer.
Wir haben vier interessante Seiten für Sie gefunden!
Geniessen Sie eine Tasse Tee oder Kaffee und surfen Sie ein bisschen. Es lohnt sich.
Hier finden Sie Informationen zu Gesetzen, Richtlinien, Aufgaben der DSO, Einrichtungen, Transplantationen im Zusammenhang mit dem Thema Organspende und zum Thema Hirntod. Bitte beachten Sie die Navigation oben links.
Hier finden Sie Informationen rund um das Thema Widerspruchsregelung.
Das „Bündnis ProTransplant“ wird im Jahr 2024 eine Verfassungsbeschwerde gegen die unhaltbaren Zustände in Deutschland bei der Organspende einreichen.
Mit diesem Link wollen wir Sie auf den Verein „Gegen den Tod auf der Organ-Warteliste“ hinweisen.
Auf der Seite des Bündnisses „Leben spenden“ finden Sie alte und neue, auf jeden Fall empathische Argumente für die Widerspruchsregelung.
NRW-Gesundheitsminister Laumann wird nach eigenen Worten versuchen, bei der nächsten Bundesratssitzung Ende November eine Mehrheit unter den Bundesländern zu finden, die dem Bundestag empfiehlt, die Widerspruchsregelung in Deutschland einzuführen.
Nachtrag vom 25.11.2023: Der Antrag fand eine Mehrheit und wurde an die Ausschüsse des Bundesrats überwiesen. Die finale Entscheidung des Bundesrats erfolgt wahrscheinlich somit auf seiner Sitzung am 15.12.2023.
Nachtrag vom 16.12.2023: Der Bundesrat beschliesst die Forderung der Widerspruchsregelung.
Diese Empfehlung ist für den Bundestag/ die Bundesregierung unverbindlich.
Die Bundesregierung muss darauf überhaupt nicht reagieren.
Etliche namhafte Bundespolitiker haben sich in der Vergangenheit gegen eine solche Kehrtwendung ausgesprochen. Auffallend waren bei ihnen der Gleichklang zwischen fachlicher Unkenntnis und Empathielosigkeit einerseits UND Lautstärke und Selbstbewusstsein andererseits.
Diese Frage wurde in diesem Artikel gestellt und auch ein bisschen beantwortet.
Unsere Meinung dazu: Auf einem Organspendeausweis (OSA) kann man auch ein „Nein“ dokumentieren. Dann gäbe es von diesem Hirntoten kein Organ als Spende. Auch dann, wenn (komischerweise) dieser Inhaber eines OSA in der Lotterie gewonnen hätte.
Für die Teilnahme an der Lotterie könnte jemand einen OSA mit „Ja“ vorweisen und nach der Verlosung einen OSA mit „Nein“ ausfüllen. Das System wäre nicht wasserdicht.
Hier sind ein paar Gedanken, wie man mehr Organspender gewinnen könnte; betrachtet mit gesundem Menschenverstand und nicht unbedingt mit der Massgabe „Um Gottes Willen, jedes mögliche Anstupsen von Menschen in die Richtung, wie es alle Betroffenen und die Angehörigen wünschen, muss vermieden werden, weil es die Freiwilligkeit der Entscheidung beeinflussen könnte.“
Am 16. und 17.11. 2023 fand der diesjährige Kongress der DSO in Würzburg statt.
Zu diesem Anlass wurden die aktuellen Zahlen zur Organspende bis Oktober 2023 veröffentlicht.
Der Kernsatz von Dr. Axel Rahmel, medizinischer Vorstand der DSO lautet: „Wir liegen damit aktuell ziemlich genau auf dem Niveau des Jahres 2018.„
Wir erinnern uns: Die Zahlen von 2018 waren so schlecht, dass der damalige Gesundheitsminister Spahn (CDU) die politische und gesellschaftliche Debatte um die mögliche Einführung der Widerspruchsregelung in Gang setzte. Das Ergebnis ist leider genauso bekannt wie schlecht: Das sog. „Rohrkrepierer-Gesetz„.
Prof. Bernhard Banas bewertet den Teilbereich „Organspende/ Transplantationen“ der deutschen Gesundheitspolitik. Profund, klar, kompetent. Wann werden deutsche Parlamentarier aufwachen: Erst, wenn sie selbst betroffen sind?
Seit dem 12.10.2023 ist eine 4-teilige Dokumentation zu „unserem Thema Nr. 1“ in der ARD-Mediathek zu sehen.
Es werden u.A. auch zwei Vorstandsmitglieder der I.G. Niere NRW e.V. zu hören und zu sehen sein.
Darüberhinaus werden in der Dokumentation neue Wege aufgezeigt, wie das Transplantationsgesetz verändert werden könnte, um das tägliche Leid und Sterben der Wartepatienten zu reduzieren.
Und hier geht es direkt in die ARD-Mediathek zur Dokumentation.
Eine kleine Bewertung des Ärzteblatts.
Und ein Kommentar eines ehemaligen Mitglieds des Deutschen Ethikrats dazu.
Wenn wir könnten wie wir wollten, würden wir diesen Bericht zu einer Pflichtveranstaltung für alle Bundestagsabgeordneten machen. Dann könnten sie sehen und hoffentlich verstehen, was wie zu regeln ist in Deutschland, damit nicht ca. 1.000 Patienten im Jahr auf der Warteliste versterben.
Lesen Sie selbst, weiter unten können Sie die eindrucksvolle Reportage sehen.
…wird gut beschrieben in diesem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 21.07.2023.
Wir können nur hoffen, dass der Tunnel nicht immer weiter verlängert werden wird, und zwar von der Grünen Partei im Allgemeinen und von ihrer Gesundheitspolitikerin Kirsten Kapiert-Gonther im Besonderen (s. Artikel).
Die de-facto-Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages ist dem Autor persönlich bekannt und erscheint ihm auch in Bezug auf die „angenommene Zustimmung“ (aka Widerspruchsregelung) als beratungsresistent und in diesem Sinne als eine potenzielle Gefahr für alle Wartelistenpatienten.
… das Buch, das ich gerade lese.
Ich habe es noch nicht zu Ende gelesen, möchte es jedoch schon nach der Hälfte meiner Lektüre jedem Besucher unserer Seite empfehlen, weil ich finde, dass so ein Sachbuch geschrieben werden muss: Zu Beginn werden Begriffe geklärt und die Reputation und Motivation des Autors dargestellt und in die Thematik glasklar eingeführt.
Sie finden die Inhaltsangabe (und alle anderen Angaben) auf den Seiten des Organspende-Wiki von Pater Klaus Schäfer. Demnächst mehr davon….
Den Anfang gehen wir gemeinsam!
In dieser Schulung lernen Sie uns und unsere Arbeit kenne. Sie werden hier dazu befähigt, in persönlichen Gesprächen, auf öffentlichen Veranstaltungen und an unseren Informationsständen empathisch aufzuklären und verlässliche Antworten auf die häufigsten Fragen zu geben.
Bei Ihren ersten Einätzen werden Sie auch nicht alleingelassen. Wir planen immer so, dass erfahrene Paten neue Paten begleiten und dadurch der Einstieg als Pate für Organspende so einfach wie möglich gestaltet wird.
Keine Angst vor Überforderung: Patinnen und Paten müssen weder Mediziner noch Juristen sein. Wir vermitteln Basisinformationen, mit denen viele wichtige Fragen beantwortet werden können. Wichtig ist, dass die Patinnen und Paten hinter dem Thema Organspende stehen und den Wunsch haben, andere Menschen zu informieren.
Diese Schulung richtet sich auch an unsre erfahrene Patinnen und Paten. Das Wissen auffrischen, Erfahrungen mit anderen austauschen und an Neue weitergeben.
Wir freuen uns über Ihr ehrenamtliches Engagement.
Anmeldungen über die Homepage des Netzwerks Organspende NRW.
Es ist an der Zeit!