Sicherlich wäre die Einführung der Widerspruchsregelung ein großer Schritt zur Erhöhung der Organspendezahlen und zur Verringerung der Wartezeit auf ein Organ.
Was könnte darüber hinaus hilfreich sein? Von Nachbarn lernen.
Der Chefredakteur der Ärzte-Zeitung bezieht klar Stellung.
So klar müssten es auch deutsche Gesundheitspolitiker sagen.
Machen sie aber nicht, weil sie unnötige Angst vor kleinen, aber lauten Minderheiten haben.
Hier gibt es zusätzliche sachliche Informationen des MDR.
TAZ bedeutet leider nicht „Transplantationen am Zenit“ sondern „Die Tageszeitung“. Diese hat ein sehr aufschlussreiches Interview mit dem Medizinischen Leiter der DSO geführt.
Seit der fatalen Bundestags-Entscheidung vom 16.1.2020 hat sich nichts verbessert für die Wartepatienten (was zu erwarten war und auch ist, selbst wenn das Register morgen vorhanden wäre.)
Kein Politiker, der damals gegen die Widerspruchsregelung gestimmt hat, kümmert sich, Hilfe ist von diesen Politikern nicht zu erwarten.
Wir Patienten müssen uns selbst helfen und freuen uns über die Unterstützung aller involvierten Mediziner und des DIATRA-Verlags.
Dazu diese Pressemitteilung.
„Im Jahr 2022 war bei der Hälfte der möglichen Organspenden, die nicht realisiert werden konnten, eine fehlende Einwilligung hierfür der Grund. Gleichzeitig ist auffällig, dass diese Ablehnung der Organspende in weniger als einem Viertel der Fälle auf einem bekannten schriftlichen (7,3 Prozent) oder mündlichen (16,3 Prozent) Willen der Verstorbenen basierte.“
Das ist der Kernsatz der Pressemitteilung der DSO vom 16.1.2023, dem dritten Jahrestag der fatalen Bundestagsentscheidung zum Thema Organspende.
Das Deutsche Ärzteblatt führte vor dem Hintergrund der miserablen Organspendezahlen ein Interview mit dem medizinischen Vorstand der DSO. Zwischen den Zeilen steht ein glasklares Plädoyer für die Widerspruchsregelung.
Seit Jahrzehnten hat sich am Prinzip der Hämodialyse nichts geändert.
Wenn wir nur an den Trinkwasserverbrauch denken: 950 Liter pro Woche pro Hämodialysepatient.
Macht im Jahr für ca. 95.000 Hämodialysepatienten ca. 4,7 Milliarden Liter (oder 47 Mio. Hektoliter) Trinkwasserverbrauch.
Nur in Deutschland! Nur für ein Jahr! Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Niere beträgt mittlerweile ca. 9 Jahre. In Deutschland. In Spanien z.B. beträgt die Wartezeit < 1 Jahr. Noch Fragen?
Dazu die sonstigen Abfallstoffe.
In Zeiten des Klimawandels und der anzustrebenden Nachhaltigkeit sollte vielleicht der o.g. Trinkwasserverbrauch den Politikern zu denken geben, die wenig oder kein ernsthaftes Interesse daran haben, die Zahl der Organspender zu erhöhen, z.B. durch die Einführung der Widerspruchsregelung.
Jetzt aber zur möglichen Zukunft der Hämodialyse (und auch der Bauchfelldialyse).
OK, von Kaffee haben Sie eine konkrete Vorstellung, aber „Information“? Worüber? Über die durchschnittliche Wohn-Entfernung eines jeden Norwegers zur Küste? (27 km)
Nein, es geht um Nierenkrankheiten, Dialyse(Patienten) und Nierentransplantationen.
Und last, but not least: Christian Wolfes wird wieder etwas nierenfreundliches und coolinarisches zum Lecker-Bleiben zaubern.
Lesen Sie selbst!
Manchmal gehen selbst wir über Frisuren hinweg und machen einen Faktenheck zu dem, was die stellv. Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zum Thema Organspende so alles sagt und meint. Oder was sie nicht sagt. Lesen Sie selbst.
Dies hat die in diesem Artikel beschriebene Studie festgestellt.
Wir wünschen uns dies auch, weil wir immer wieder feststellen, dass sich zu wenig Menschen auch mit ihrem möglichen Hirntod und somit mit einer damit verbundenen möglichen Organspende auseinandersetzen, sodass durch Nicht-Wissen/ fehlende Auseinandersetzung mit dem (Hirn)Tod unnötig viele Patienten auf der Warteliste versterben.
Im heutigen Mittagsmagazin wurde ein Beitrag über die mangelhafte Versorgung/ Therapie/ Gesetzgebung zum Thema Organspende gesendet. Unsere Mitstreiterin für die Einführung der WSR Zazie Knepper wurde interviewt und unterstreicht die Notwendigkeit einer gesetzlichen Änderung (ab Minute 25:17).
Die Frankfurter Rundschau hat über den Jahreskongress der DSO berichtet. Lesenswert.
Leider wird das Lesenswerte durch schlechte Nachrichten bestimmt.