Am 18.03.2024 startete das neue Organspenderegister – Und nun sind alle Probleme gelöst?

von Mario Rosa-Bian

Wird jetzt alles gut?

Ist das der Heilsbringer, um die Wartezeiten, den Tod und das Leiden auf der Organwarteliste zu verringern?

Das Bündnis ProTransplant glaubt das nicht.

Wir übrigens auch nicht.

Lesen Sie, warum so viele Experten kritisch sind.

Leben mit Dialyse – nützliche Informationen

Nierenversagen kann man seit Jahrzehnten gut behandeln, entweder mit einer Transplantation oder mit Dialyse.

Doch die Auswirkungen auf den Beruf, auf die soziale Situation, auf die persönliche und familiäre Situation können wirkmächtig sein.

Es gibt viel zu beachten.

Für das generelle Verständnis und viele Auswirkungen ist das Lesen dieser Broschüre äusserst nützlich.

Spanien ist Weltmeister!

Die meisten Organspenden und -transplantationen in Relation zur Bevölkerungsanzahl fanden 2023 in Spanien statt.

Deutschland ist und bleibt im Tabellenkeller; so viel wäre möglich.

Organspendezahlen 2023: leichte Verbesserung, Gesamtlage unverändert sehr schlecht

Am 16.01.2024 hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) die vorläufigen Zahlen für 2023 veröffentlicht (Zahl der Organspenden, Organspender, Kontakte, transplantierte Organe).

Hier geht es zur Pressemeldung mit Erläuterungen und Statistiken.

 

Obwohl es im Vergleich zu 2022 eine leichte Verbesserung gibt, gibt es für die ca. 8.400 Wartepatienten keine wesentlichen Verbesserungen. Auch mit dieser Steigerung werden ca. 1.000 Wartepatienten pro Jahr versterben. 

 

Hätten wir gesetzliche Regelungen wie im europäischen Ausland, dann wären das Leid und das Sterben erheblich geringer.

Lust auf Details zum Thema Organspende, Hirntod und Widerspruchsregelung?

von Mario Rosa-Bian

Wir haben vier interessante Seiten für Sie gefunden!

Geniessen Sie eine Tasse Tee oder Kaffee und surfen Sie ein bisschen. Es lohnt sich.

Hier finden Sie Informationen zu Gesetzen, Richtlinien, Aufgaben der DSO, Einrichtungen, Transplantationen im Zusammenhang mit dem Thema Organspende und zum Thema Hirntod. Bitte beachten Sie die Navigation oben links.

 

Hier finden Sie Informationen rund um das Thema Widerspruchsregelung.

 

Das „Bündnis ProTransplant“ wird im Jahr 2024 eine Verfassungsbeschwerde gegen die unhaltbaren Zustände in Deutschland bei der Organspende einreichen.

 

Mit diesem Link wollen wir Sie auf den Verein „Gegen den Tod auf der Organ-Warteliste“ hinweisen.

 

Auf der Seite des Bündnisses „Leben spenden“ finden Sie alte und neue, auf jeden Fall empathische Argumente für die Widerspruchsregelung.

 

 

Widerspruchsregelung: NRW-Bundesratsinitiative für WSR ist erfolgreich!

NRW-Gesundheitsminister Laumann wird nach eigenen Worten versuchen, bei der nächsten Bundesratssitzung Ende November eine Mehrheit unter den Bundesländern zu finden, die dem Bundestag empfiehlt, die Widerspruchsregelung in Deutschland einzuführen.

 

Nachtrag vom 25.11.2023: Der Antrag fand eine Mehrheit und wurde an die Ausschüsse des Bundesrats überwiesen. Die finale Entscheidung des Bundesrats erfolgt wahrscheinlich somit auf seiner Sitzung am 15.12.2023.

 

Nachtrag vom 16.12.2023: Der Bundesrat beschliesst die Forderung der Widerspruchsregelung.

 

 

Diese Empfehlung ist für den Bundestag/ die Bundesregierung unverbindlich.

Die Bundesregierung muss darauf überhaupt nicht reagieren.

Etliche namhafte Bundespolitiker haben sich in der Vergangenheit gegen eine solche Kehrtwendung ausgesprochen. Auffallend waren bei ihnen der Gleichklang zwischen fachlicher Unkenntnis und Empathielosigkeit einerseits UND Lautstärke und Selbstbewusstsein andererseits.

 

Könnte eine Lotterie den Mangel an Organspendern beheben?

Diese Frage wurde in diesem Artikel gestellt und auch ein bisschen beantwortet.

 

Unsere Meinung dazu: Auf einem Organspendeausweis (OSA) kann man auch ein „Nein“ dokumentieren. Dann gäbe es von diesem Hirntoten kein Organ als Spende. Auch dann, wenn (komischerweise) dieser Inhaber eines OSA in der Lotterie gewonnen hätte.

 

Für die Teilnahme an der Lotterie könnte jemand einen OSA mit „Ja“ vorweisen und nach der Verlosung einen OSA mit „Nein“ ausfüllen. Das System wäre nicht wasserdicht.

 

Hier sind ein paar Gedanken, wie man mehr Organspender gewinnen könnte; betrachtet mit gesundem Menschenverstand und nicht unbedingt mit der Massgabe „Um Gottes Willen, jedes mögliche Anstupsen von Menschen in die Richtung, wie es alle Betroffenen und die Angehörigen wünschen, muss vermieden werden, weil es die Freiwilligkeit der Entscheidung beeinflussen könnte.“

 

 

 

Eine Bewertung aus berufenem Mund

Prof. Bernhard Banas bewertet den Teilbereich „Organspende/ Transplantationen“ der deutschen Gesundheitspolitik. Profund, klar, kompetent. Wann werden deutsche Parlamentarier aufwachen: Erst, wenn sie selbst betroffen sind?

Neue ARD-Dokumentation zum Thema Organspende

Seit dem 12.10.2023 ist eine 4-teilige Dokumentation zu „unserem Thema Nr. 1“ in der ARD-Mediathek zu sehen.

Es werden u.A. auch zwei Vorstandsmitglieder der I.G. Niere NRW e.V. zu hören und zu sehen sein.

Darüberhinaus werden in der Dokumentation neue Wege aufgezeigt, wie das Transplantationsgesetz verändert werden könnte, um das tägliche Leid und Sterben der Wartepatienten zu reduzieren.

Und hier geht es direkt in die ARD-Mediathek zur Dokumentation.

Eine kleine Bewertung des Ärzteblatts.

Und ein Kommentar eines ehemaligen Mitglieds des Deutschen Ethikrats dazu.

 

 

Warum Deutschland seit Jahrzehnten versagt bei Organspenden und -transplantation

Wenn wir könnten wie wir wollten, würden wir diesen Bericht zu einer Pflichtveranstaltung für alle Bundestagsabgeordneten machen. Dann könnten sie sehen und hoffentlich verstehen, was wie zu regeln ist in Deutschland, damit nicht ca. 1.000 Patienten im Jahr auf der Warteliste versterben.

Lesen Sie selbst, weiter unten können Sie die eindrucksvolle Reportage sehen.

Überkreuz-Lebendspende – Ein kleines Licht am Ende des Tunnels erscheint und …

…wird gut beschrieben in diesem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 21.07.2023.

 

Wir können nur hoffen, dass der Tunnel nicht immer weiter verlängert werden wird, und zwar von der Grünen Partei im Allgemeinen und von ihrer Gesundheitspolitikerin Kirsten Kapiert-Gonther im Besonderen (s. Artikel).

Die de-facto-Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages ist dem Autor persönlich bekannt und erscheint ihm auch in Bezug auf die „angenommene Zustimmung“ (aka Widerspruchsregelung) als beratungsresistent und in diesem Sinne als eine potenzielle Gefahr für alle Wartelistenpatienten.

Demontage eines Ideals – So heisst …

… das Buch, das ich gerade lese.

Ich habe es noch nicht zu Ende gelesen, möchte es jedoch schon nach der Hälfte meiner Lektüre jedem Besucher unserer Seite empfehlen, weil ich finde, dass so ein Sachbuch geschrieben werden muss: Zu Beginn werden Begriffe geklärt und die Reputation und Motivation des Autors dargestellt und in die Thematik glasklar eingeführt.

Sie finden die Inhaltsangabe (und alle anderen Angaben) auf den Seiten des Organspende-Wiki von Pater Klaus Schäfer. Demnächst mehr davon….